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    Biker-Dankgottesdienst 2009

    Eine unüberhörbare Wallfahrt

    Auspuff-Konzert: Rund 1000 Motorradfahrer beim Dankgottesdienst des Initiativkreises "Junge Wallfahrt" am Kapellplatz

    Altötting. 983 Motorräder haben gestern ein knatterndes Halleluja vom Kapeliplatz aus gen Himmel geschickt. Die Biker-Wallfahrt war nicht nur ein Treffpunkt für harte Männer, die ihr Lieblingsspielzeug ausführen wollten. Viele nutzten die Tour mit den heißen Ofen auch, ihren heißen Draht zu Gott zu erneuern.

    "Halt an, wo fährst du hin?" Unter diesem Impuls stand die siebte Bikerwallfahrt, für die der Kapellplatz einmal nicht Fußgängerzone war. Bruder Andreas Kaiser zelebrierte den Dankgottesdienst für Motorradfahrer auf einem Podest vor der Gnadenkapelle. "Die Stillen sind das einzige bisschen Christentum", setzte er einen Akzent in seiner Predigt. Er rief die Motorradler dazu auf, sich bewusst Zeit für Dinge zu nehmen, "bei denen nichts herausspringt". Leib und Seele würden auseinandergerissen, wenn man sich keine Zeit für sich selber nehme. "Zeit für einen Theaterbesuch, Zeit für eine Motorradfahrt - ohne als Erster am Ziel sein zu müssen."

    Der Initiativkreis "Junge Wallfahrt" hat das Treffen organisiert. Die Mitglieder beteiligten sich am liturgischen Ablauf, etwa mit Rollenspielen oder Texten. Mit schwungvoller Musik gestaltete der Liederkreis Lumen aus Teising den modernen Gottesdienst.

    Neben den Zweiradfahrern waren auch einige mit Quades unterwegs. Abgesehen vom religiösen Anlass bot die Wallfahrt reichlich Raum, um die Maschinen zu begutachten. Nachdem im vergangenen Jahr an die 600 Motorräder gezählt wurden, ist dieses Jahr ein Besucherrekord zu verzeichnen: 983 Fahrzeuge haben den Kapellplatz in Richtung Tilly Platz verlassen und sich im Vorbeifahren von Bruder Andreas mit Weihwasser segnen lassen. Weitere Fahrer verließen den Kapellplatz über andere Richtungen. "Lasst eure Gebete aufsteigen wie Weihrauch", gab ihnen Bruder Andreas mit auf den Weg. "Ich weiß, dass ihr Bezingeruch lieber mögt. Aber das ist in Ordnung." Hauptsache, die Gebete fehlen nicht.

    (Quelle: Alt-Neuöttinger Anzeiger vom 28.09.2009)

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